Konzept
Stufen


Tagesstätte der Bischof-Wittmann-Schule
Regensburg

Öffnungszeiten: 11.30 - 15.30 Uhr
Tagesstättenleitung: Frau Ohlemacher-Fehrmann
Stellvertreterin: Frau Schödl
Gruppenübergreifender Dienst: Frau Brüderer-Oschetzki
Tel. (0941) 78 53 30, (0941) 78 53 31 03

 

Zielsetzung der heilpädagogischen Tagesstätte

Seit der Gründung der Schulklassen für geistigbehinderte Kinder in Regensburg (1965) ist eine Förderung durch die Tagesstätte selbstverständlich mit dabei. Man wollte – und so ist es auch heute noch – das behinderte Kind nicht ausschließlich schulisch fördern, sondern ging von einer ganzheitlichen Bildung und Erziehung aus und ergänzte das schulische Angebot durch eigene pädagogische Aufgaben. Ziel dieser Erziehung ist es, das Kind mit Behinderung in die Lage zu versetzen, sich mit seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten in einer weitgehend nicht behinderten Umwelt zu verwirklichen und zu einem möglichst selbstständigen und sinnerfüllten Leben in der Gemeinschaft zu befähigen. Bei der Einteilung in Stufen (schulvorbereitende Einrichtung (SVE), Grundschulstufe, Hauptschulstufe, Berufsschulstufe) orientiert sich die Tagesstätte an der Schule, wobei die Angebote altersspezifisch ausgerichtet sind.

Zusätzlich finden auch

gruppenübergreifende Angebote statt.

 

Pädagogische Förderung

 

Hier setzt sich die Tagesstätte folgende Schwerpunkte:
 

·         Lebenspraktische Erziehung
Förderung der Mithilfe des Kindes beim Essen, beim An- und Ausziehen, bei der Körperhygiene bis hin zur größtmöglichen Selbständigkeit, eigene Gesundheitsvorsorge, Übertragung von kleinen und größeren Aufgaben, Wahrnehmen und Orientierung in der engeren und weiteren Umwelt.

·         Sozialerziehung und Integration in die soziale Umwelt
Um in einer Gemeinschaft leben zu können, sind u. a. folgende soziale Kompetenzen notwendig:
Bedürfnisse erkennen und realisieren: „Was will ich, was wollen die anderen, wie gehe ich auf den anderen zu?“, Aufbau von Sozialkontakten, Freundschaften bilden, für den anderen da sein, Umgang mit Konflikten und Aggressionen, Gemeinschaft erleben, Feiern, Umgangsformen erlernen, sich in der Öffentlichkeit bewegen lernen, Maßnahmen wie Einkäufe, Ausflüge oder Teilnahme an kulturellen und geselligen Veranstaltungen, die helfen sollen, unsere Kinder und Jugendlichen in die Gesellschaft zu integrieren.

·         Spiel- und Freizeitverhalten,Hilfe zur Selbstverwirklichung mit den Zielen:
Aufbau und Erweiterung von Spielverhalten, Förderung der Kreativität, alleine und mit Anderen Spielformen finden, Spiel- und Freizeitmöglichkeiten kennenlernen und erkunden, Ausprägungen von Neigungen und Hobbys. Es wird u. a. angeboten: Schwimmen, Spiele im Wasser, Sport, Bewegungslandschaft, Reiten, Tanz, Disko, Malen und Gestalten, Materialerfahrung, Sing- und Musikspiele, Chor, Theaterspiele, Lesespaß, Schülerquiz, Entspannung, autogenes Training, Basale Stimulation, Schülercafe, Videogruppe.
 

Elternarbeit

Eine teilstationäre Einrichtung wie die Tagesstätte erfordert eine besondere, intensive Elternarbeit, die angeboten wird in Form von pädagogischer Beratung, Informationsaustausch, Aufarbeiten von Problemen, die sich aus der Situation der Sonderfamilie ergeben, Elterngesprächen, brieflichen Kontakten, Hausbesuchen, Elternabenden mit formellem und informellem Charakter. Bei gemeinsamen Unternehmungen und Schulfesten haben die Eltern auch Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen.
 

Tagesstättenverlängerungen

Zur Entlastung der Eltern und zur Förderung in der Freizeit bietet die Tagesstätte in den Oster-, Pfingst- und Sommerferien je eine Woche verlängerte Tagesstättenöffnungszeiten und Ferienfreizeiten außer Haus an.

=> Tagesstättenverlängerungen an der Bischof-Wittmann-Schule
 

Therapeutische Förderung

Die Tagesstätte bietet während der Betreuungszeiten sogenannte Fachdienstbehandlungen in den medizinisch-therapeutischen Bereichen der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie auf ärztliche Verordnung an, in Form von Einzel- und Gruppentherapie. Zusätzlich zu den Fachdiensten wird der psychologische Dienst angeboten.

=> Therapie an der Bischof-Wittmann-Schule

 

Öffentlichkeitsarbeit

Das Bekanntwerden unserer Einrichtung in der breiten Öffentlichkeit ist wichtig, um die Akzeptanz von Behinderten in der Gesellschaft zu erhöhen. Die Tagesstätte arbeitet hier Hand in Hand mit der Schule und plant und führt verschiedene Maßnahmen und Veranstaltungen durch. Die Teilnahme an Sportwettkämpfen (z. B. Leukämielauf, Special Olympics) und kulturellen Veranstaltungen (z. B. Schülertheater, Wohltätigkeitskonzerte) tragen positiv zur Akzeptanz in der Öffentlichkeit bei. Dies rundet das breite Angebotsspektrum der Tagesstätte ab und leistet einen wichtigen Beitrag zur Inklusion (nach der UN-Konvention).

 

Mitarbeiter/innen

Für die Förderung der Kinder engagiert sich ein Team qualifizierter Fachkräfte wie:

  • Erzieher/innen
  • Ergotherapeuten/innen
  • Heilpädagoginnen
  • Heilerziehungspflegerinnen
  • Kinderpflegerinnen
  • Krankengymnasten/innen
  • Logopäden/innen
  • Psychologin
  • Sozialpädagogen/innen

 

Die Mitarbeiter werden unterstützt von Praktikanten in den verschiedenen Ausbildungsrichtungen, z.B. Praktikanten:

  • von der Fachhochschule
  • von der Fachakademie für Sozialpädagogik (SPS 2, Berufspraktikum)
  • von der Fachschule für Heilerziehungspflege
  • von der Fachschule für Sozialpflege
  • FOS, BfZ, verschiedene Betriebspraktika

 

Desweiteren werden Praktikanten im Freiwilligen Sozialen Jahr (weitere Informationen beim Paritätischen Wohlfahrtsverband) und im Bundesfreiwilligendienst beschäftigt.
ACHTUNG: Diese Stellen sind für das Schuljahr 2014/15 bereits besetzt. Das nächste Bewerbungsverfahren beginnt im April 2015.