Schülercafe der Bischof – Wittmann – Schule


 

 

Zeit: Immer am Donnerstag von 9:30 - 11:00 Uhr
Ort: Im Cafe TITANIC im Keller
Für wen ? Alle Schüler, Besucher und Mitarbeiter
Preis:   1 € bis 1.50  € pro Stück/Portion

 

Seit  dem Jahr 2000 besteht das Schülercafe TITANIC an der Bischof–Wittmann–Schule.

Waren die Anfänge noch bescheiden und mit viel häuslicher Vorbereitung seitens der betreuenden Mitarbeiter verbunden, entwickelt sich die Mannschaft inzwischen aus den Berufsschulstufenschülern und dessen  Personal. Da der Mittwoch als Praxistag im Bereich Hauswirtschaft  ausschließlich dem Schülercafe zur Vorbereitung dient, kann so eine Qualität auf  hohem Niveau gesichert werden.

Eine komplett neue Möblierung bildet den äußeren, ansprechenden  Rahmen.

 

 

 ===> Die Einweihung des Café Titanics am 13.12.2006

 

Verantwortlich geleitet   wird der Betrieb von einer Hauswirtschaftslehrerin und einem heilpädagogischem Förderlehrer bzw. Sonderschullehrer in enger Zusammenarbeit mit den unterrichtsbegleitenden  Kinderpflegerinnen.

Die wesentliche Vorarbeit geschieht einen Tag vorher am Dienstag, dem Praxistag der Berufsschulstufe.

 

===>Der Praxistag an der Bischof-Wittmann-Schule

 

In den zwei Praxisgruppen (zwei Gruppen, weil zwei Fachlehrerinnen zur Verfügung stehen) werden bis zu 8 Gerichte vorbereitet.

Die Rezeptauswahl steht  bereits eine Woche vorher fest, die Speisekarte in Bildern und in Schriftform hängt dann schon am schwarzen Brett.

Dies soll den Lehrern und Schülern die Möglichkeit einräumen, sich in Ruhe für bestimmte Speisen zu entscheiden und diese ggf. auch vorbestellen und reservieren zu können.

In beigefügten PDF’s ist die Vielzahl der bisher zubereiteten Speisen dokumentiert.


Hier finden Sie immer die aktuelle Speisekarte.

 

In der Regel fotografieren wir neue Rezepte nach der Fertigstellung,  um sie beim wiederholten Servieren den Schülern als Bild in der Speisekarte zur Auswahl vorlegen zu können. Zur Not finden wir inzwischen auch geeignete Fotos im Internet.

 

 

Weit über 100 verschiedene Gerichte sind bereits erprobt und haben regen Zuspruch gefunden.

Zurück zur Vorbereitung am Dienstag.

In unmittelbarer Nähe der Bischof – Wittmann – Schule befinden sich einige Discounter und auch  eine Metzgerei und ein Bäcker.

Eine Gruppe macht sich auf den Weg, die entsprechenden Einkäufe zu tätigen.

In der Zwischenzeit beginnen in der Küche und einem Nebenraum die Schüler mit der Zubereitung der Speisen.

Auswählen, sortieren, waschen, wiegen, schneiden, kochen, mischen, würzen, aber auch festhalten, holen und bringen  ……. später abspülen, abtrocknen, aufräumen, abwischen, gehören zu den Grundtätigkeiten.

Es ist schon eine große logistische Herausforderung, die Zubereitung von 8 Speisen so auf  ca. 12 Schüler zu verteilen, ohne dass ein Chaos entsteht.

Frau Langhanns und Frau Schubert behalten den Überblick und verteilen die Arbeiten so, wie es den Fähigkeiten der Schüler entspricht.

Es gibt bisher jeden Mittwoch  etwas neues, häufig jahreszeitlich oder  an den Feiertagen orientiert. Blattsalate eher im Frühjahr, im Sommer wird auch mal draußen gegrillt, im Herbst und Winter gibt es öfter Suppen und in der Vorweihnachtszeit etwas mit Lebkuchen oder Zimt. Vegetarisch sowie ökologisch sind ebenfalls keine Fremdworte für uns.

Wichtig ist die Wiederholung erprobter Gerichte, um Wissensvertiefung, Lernzielkontrolle und Übung zu ermöglichen.

 

Am Mittwoch gleich nach Schulbeginn streichen die Schüler die Aufstriche auf stets frisches Brot, die Suppen werden angewärmt, die Pizzabrötchen kommen in den Ofen, der Salat wird mit der Marinade  vermischt und auf Tellern verteilt.

Auch hier wird der Kompetenz der Schüler Rechnung getragen. Jeder tut das, was er gut kann oder gern mag. 

Nun ja, im Zweifel treffen wir  selbst die Entscheidung, wer das Brot bestreicht oder wer die Blumen auf den Tisch stellt, sehr wichtig sind uns vor allem  hygienische Maßstäbe und deren Vorschriften. .

Die Tische und Stühle müssen an Ort und Stelle gerückt werden.

Die passende Tischdekoration wird ordentlich Tisch für Tisch hergerichtet. Die fertigen Speisen kommen in die Auslage und werden von den Schülern beschriftet.

Die Kaffeemaschine wird zusammengebaut, befüllt und gestartet.

Die Vorbestellungen werden gesammelt und die Mengen auf eine Liste übertragen. Hier muss der Schüler äußerst konzentriert und gewissenhaft arbeiten, damit nichts durcheinander kommt oder gar verloren geht.

 

 

Die nun deutlich erkennbaren Bestellungen werden hinter der Theke zurückgelegt.

Zwei Schüler kleiden sich mit schwarzen T-Shirts und weißer Schürze, ein Namensschild wird angeheftet, sie übernehmen die Essenausgabe hinter der Theke in der ersten Schicht von 9:30 – 10:15 Uhr. Die Kasse wird  von einem anderen Schüler übernommen. Bei korrekter Bedienung zeigt sie die Restgeldsumme an. So können auch weniger gute Rechner an der Kasse arbeiten.

Selbstverständlich schleichen sich Fehler ein, doch mit zunehmender Übung werden sie deutlich weniger. Oder hat man Ihnen, geehrter Leser, bisher immer richtig an der Supermarktkasse das Wechselgeld rausgegeben ?

Ein Schüler widmet sich dem schmutzigen Geschirr, welches sofort abgespült wird, damit es nicht während des laufenden Betriebes ausgeht.

Zwischendurch müssen die Tische leergeräumt und abgewischt werden, bereit für neue Gäste.

In einer kleinen, hausinternen Übungsfirma lernen und üben die Schüler das häufig sehr stressige Arbeiten. Lange Schlangen vor der Essenausgabe, Schüler die nach dem passenden Geld suchen, sich von den 8 verschiedenen Gerichten mit unterschiedlichen Preisen nicht verwirren zu lassen, da muss man schon die Übersicht behalten, und die Ruhe bewahrt werden.

 

Um 10:15 Uhr ist Schichtwechsel, die zweite Gruppe der Schüler bereitet sich gleich nach der Schulpause vor. Jetzt füllt sich der Raum schnell, manche Klassen verzehren in dieser Zeit ihr Pausenbrot, oder kaufen sich bei uns ein Schmankerl. ( Was uns auch lieber ist ) .

Um ca. 11.:00 Uhr beginnen wir mit dem Aufräumen, Spülen, Wischen, Kehren usw. Die letzte viertel Stunde bleibt uns zur Besprechung, Einteilung der Dienste in der kommenden Woche, und falls etwas übrig geblieben ist, dürfen wir es auch verzehren.

Zuguterletzt sei festgestellt, dass die Einnahmen aus dem Betrieb sich mit den Ausgaben ziemlich decken. Der Stadtausflug zum Ende eines Schuljahres mit der ganzen Vorbereitungsgruppe zum Frühstücken sei uns gegönnt.

Die hohe Motivation der Schüler zur Mitarbeit wird das ganze Jahr über durch viel Lob aller Kunden am Leben gehalten.

 

Georg Velser