Tiergestütztes Arbeiten mit dem Hund
 

 

Informationen zu „Tiergestütztes Arbeiten mit dem Hund“ – Therapiehundeteam

Unter tiergestützter Therapie versteht man alle Maßnahmen, die durch den gezielten Einsatz eines Tieres positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen erzielen sollen. Dies gilt für körperliche wie für geistige/seelische Erkrankungen.

Das Therapiepaar Mensch / Tier fungiert hierbei als Einheit. Als therapeutische Elemente werden dabei emotionale Nähe, Wärme und unbedingte Anerkennung durch das Tier angesehen. Zusätzlich werden auch verschiedenste Techniken aus dem Bereich der Kommunikation, Interaktion und der basalen Stimulation eingesetzt. Das Tier ist dabei nicht als die Therapie an sich zu verstehen, sondern es hat eine begleitende und unterstützende Funktion.

 

Was kann gefördert werden?

  • Selbstbewusstsein ( durch positive Lernerfahrung)

  • Selbstwertgefühl ( unverfälschte und vorurteilslose Zuwendung durch den Hund)

  • Selbstvertrauen ( der Hund hört auf mich)

  • Kommunikation ( dem Hund Anweisungen geben)

  • Wahrnehmung ( wie sieht der Hund aus, wie riecht er, wie fühlt er sich an......)

  • Grob- und Feinmotorik ( Leckerli geben, Leinenführung)

  • Emotionales Wohlbefinden ( Spaß mit dem Hund)

  • Stressreduktion ( durch den Kontakt zu dem Hund)

  • Bereitschaft zur körperlichen Bewegung

  • geistige und sprachliche Fähigkeiten ( Kommandos merken, sie richtig aussprechen oder deuten)

  • Aktivität

  • Kognitive und emotionale Bereiche werden angesprochen

  • Selbstkontrolle ( Rücksicht auf den Hund nehmen)

  • Vertrauen aufbauen

  • Gemeinsames Handeln, sozialkompetentes Verhalten, Gruppenbewußtsein ( in der Gruppe einen Parcour aufbauen)

  • Körperkoordination ( mit dem Hund Parcour laufen)

  • Ängste abbauen, angstfreier Umgang mit dem Hund

  • Erlernen und Einhalten von Regeln ( was mag der Hund, was nicht)

  • Spastische Verkrampfungen lösen ( durch Körperkontakt mit dem Hund)

  • Etc.

 

Um die Belastung vielfältigster Art für den Hund erträglich zu halten, ist  zwingend darauf zu achten, dass ein Therapiehund max. 2-3 x in der Woche, nur 1-2 x am Tag und jeweils zwischen 15 min. und max. 1 Std. diesen auch für ihn anstrengenden Situationen ausgesetzt wird.

 

Ausgenommen von der Therapie sind Kinder/ Jugendliche, die

  • frisch operiert sind

  • offene Wunden haben

  • unter infektiösen Erkrankungen leiden

  • allergisch reagieren ( Tierhaarallergie)

  • Ekzeme haben oder unter Neurodermitis leiden

  • unter Immunschwäche leiden

  • Asthma oder andere schwere Atemwegserkrankungen haben

  • unter schwerer Diabetes leiden

  • Malignome haben, beispielsweise Leukämie

  • mit multiresistenten Erregern infiziert sind oder besiedelt sind
    ( Gefahr der aerogenen Übertragung)

  • eine Hundphobie haben

  • unter schweren psychischen Erkrankungen leiden

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Unser Therapiehundeteam an der BWS

Frau Cadogan Linda, Kinderpflegerin

Hündin :Lady

 

Seit September 2007 finden regelmäßig Therapieeinheiten in Form von Einzel- und Gruppentherapien mit dem Hund statt. Die Golden Retriever Hündin „Lady“ wurde durch TAT (Tiere als Therapie) ausgebildet und wird jährlich nachkontrolliert. Speziell werden Übungen mit dem Kind im lebenspraktischen und emotionalen Bereich ausgeführt.

Hier einige Fotobeispiele: