Religöses Leben
Religiöses Leben an der Bischof-Wittmann-Schule
 

 Religionsunterricht und religiöse Erziehung

Die Basis der Hinführung zu religiösem Leben ist der katholische und evangelische Religionsunterricht, der in jeder Klasse wöchentlich von kirchlichen Religionslehrkräften, Sonderschullehrkräften und Heilpädagoginnen erteilt wird.

Religiöse Erziehung geschieht ergänzend dazu durch die Vermittlung christlicher Werte und durch Impulse zu religiösem Brauchtum im Klassenmorgenkreis sowie generell im Schulalltag und religiöse Erziehung vermittelt sich nicht zuletzt durch das Vorbild religiös orientierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schule, Tagesstätte und Therapie an einer Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft der Katholischen Jugendfürsorge.

 Das Kollegium seinerseits ist von der Einrichtungsleitung wöchentlich eingeladen, anhand von religiösen und philosophisch- ethischen Impulsen den Maßstab für das alltägliche Tun immer wieder zu überdenken und so auch eigene Spiritualität zu pflegen und zu profilieren.

 

Schulgottesdienste

Die Bischof- Wittmann- Schule ist ein Ort, wo zusammen gelebt und gelernt wird und sie ist nicht zuletzt auch eine Gemeinschaft von Menschen, die miteinander feiert, betet und singt.

 Dabei geben die alljährlich wiederkehrenden Feste des Kirchenjahres dem Leben des einzelnen und der Gemeinschaft Struktur und Orientierung. Wir dürfen erleben:

Das kenne ich. Das sagt mir was. Das feiern wir immer zusammen. Darauf kann ich mich verlassen. Das ist uns allen wichtig. Das ist uns allen heilig.“

So feiern wir miteinander Schulgottesdienste und klassenübergreifende religiöse Morgenkreise etwa zu Erntedank, St. Martin, Advent, Weihnachten, Lichtmess, Aschermittwoch und Ostern entweder in unserer Pausenhalle oder in der Pfarrkirche St. Albertus Magnus oder in der Kapelle des benachbarten St. Vincent- Heims.

 Die Stärkung gottesdienstlicher Gemeinschaft erlebt bei uns besonders auch wer sich in einer persönlichen Situation des Übergangs und der biographischen Veränderung befindet, so beim Schuljahresbeginn, bei der Aufnahme in die SVE- oder Schulgemeinschaft, am Schuljahresende, beim Abschied von der Schule vor dem Start in das Berufsleben oder (bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern) in den Ruhestand.

Als feiernde und betende Gemeinschaft verleihen wir dabei unserer Fürbitte, unseren guten Wünschen und unserem Vertrauen auf Gottes Segen in Wort und Ritual Ausdruck.

 Eine Besonderheit an der Bischof- Wittmann- Schule ist, dass der Elternbeirat, der alljährlich einen Ausflug für Eltern und Kinder organisiert, großen Wert legt auf eine gottesdienstliche Feier an diesem Tag, bei dem die Familien in besonderer Weise dem Segen Gottes anheim gegeben werden. Je nach Möglichkeit finden die Gottesdienste am Ausgangs- oder Zielort statt; im Jahr der Papstwahl von Benedikt XVI. war es natürlich die Dorfkirche von Pentling.

 Schließlich kommt es immer wieder vor, dass uns Schweres zugemutet wird, weil Menschen, mit denen wir leben, auch wenn sie uns viel zu jung dafür erscheinen, sterben.

Hier bieten die Gottesdienste eine wertvolle Möglichkeit, Trauer auszudrücken, Abschied zu nehmen und Trost zu finden in der Hoffnung darauf, dass in Gottes Armen jedes Leben aufgefangen und vollendet wird und dass Er zu unseren verstorbenen Freunden sagt:

Du bist mein geliebtes Kind. Komm, ich habe einen guten Platz für Dich bereitet!

 

Feier der Sakramente

Erstkommunion und Firmung gehören zu den Sakramenten der Aufnahme des Christen in die Gemeinschaft der Kirche. Der eigentliche Ort dafür wäre die eigene Heimatgemeinde.

        

So empfangen auch immer wieder Schülerinnen und Schüler diese Sakramente mit den Kindern und Jugendlichen ihrer Pfarrgemeinde zusammen.

Allerdings entspricht meist die Vorbereitung auf die Sakramente in den Gemeinden nicht ihren kognitiven Möglichkeiten und ist es auch zeitlich schwierig, an der Vorbereitung teilzunehmen. Vor allem sind die Feiern selbst von ihrer Dauer und ihrem Inhalt her in der Regel so gestaltet, dass unsere Kinder und Jugendlichen nicht sinnvoll davon profitieren.

Deswegen bieten wir an der Bischof- Wittmann- Schule jedes Jahr an, auf den Empfang des Sakraments – Erstkommunion und Firmung jährlich abwechselnd- vorzubereiten und diese Feier im Rahmen der Schulgemeinschaft auch zu gestalten, beides in enger Ausrichtung an den Bedürfnissen und am Verstehenshorizont unserer Schülerinnen und Schüler.

Erstkommunion und Firmung feiern wir dann in der Kirche von St. Albertus- Magnus, der Pfarrgemeinde also, auf deren Gebiet die Bischof- Wittmann- Schule liegt und deren Seelsorger den Kindern und Jugendlichen von den Schulgottesdiensten her auch bekannt ist.

 

Im Schuljahr 2006/ 2007 haben zum ersten Mal Schülerinnen und Schüler der Bischof- Wittmann- Schule die Firmung zusammen mit den Firmlingen aus St. Albertus- Magnus empfangen und sich mit ihnen an einem Begegnungstag an der Einrichtung auf die gemeinsame Feier vorbereitet. Bei diesem integrativen Projekt, das auf alle Fälle beide Gruppen entschieden bereichert hat, ist auch ein beeindruckendes Glasfenster entstanden, bei dessen Gestaltung alle Firmlinge beteiligt waren.

Das Bild fand bei der Firmung einen zentralen Platz in der Kirche und verschönert nun unsere Pausenhalle vor allem bei religiösen Feier in der Schulgemeinschaft.

 

Selten, aber doch immer wieder einmal geschieht es, dass eine Schülerin oder ein Schüler getauft wird und damit nicht nur zur Schulgemeinschaft gehört, sondern in die weltweite Gemeinschaft der Kirche feierlich aufgenommen wird. In enger Zusammenarbeit mit dem Elternhaus wird dieser entscheidende Schritt von uns angebahnt und begleitet. Die Tauffeier selbst ist dann ein Fest der Freude, in die die ganze Schulgemeinschaft mit einstimmt.

 

Arbeitskreis Religion

Jedes Engagement braucht jemanden, der es ins Leben ruft und jede Aktivität einen Motor, der sie am laufen hält. In diesem Sinne versteht sich der ‚Arbeitskreis Religion’ an der Bischof- Wittmann- Schule. Wir treffen uns in sehr regelmäßigen Zeitabständen, um religiösem Leben an unserer Einrichtung eine Gestalt zu geben. Wir erarbeiten Themen für die Schulgottesdienste und leiten die praktische Umsetzung und musikalische Gestaltung in die Wege. Vom Arbeitskreis Religion wird die sichtbare Präsenz des Religiösen im Schulhaus initiiert, wie sie in der ansprechenden Gestaltung der Religionswand und der Pausenhalle vor allem in geprägten Zeiten des Kirchenjahres zum Ausdruck kommt.

Ebenso ist der Arbeitskreis Religion ein Bindeglied zum Schulträger, insbesondere als Multiplikator für die religiös- pastoralen Anregungen, die von der KJF Regensburg für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgehen (z. B. Fortbildungen, Einkehrtage, Exerzitien).